September 9, 2014

Einreise in die USA

Border Netherlands BelgiumAls guter Europaer ist man dem Konzept der Nationalgrenze als Privatreisender ja nicht mehr soo zugetan. Wir lassen absonderlichkeiten wie die Reise nach Dublin mal aussen vor – praktisch sind innerhalb von Schengen die Grenzen ja mehr gedachte Linien auf der Landkarte.

Nun gut. Eine Reise in die USA ist dann doch noch “etwas” anders.

Achtung: Bitte immer die aktuelle Gesetzeslage etc. beachten! Dies ist keine Rechtsberatung. Einen guten Einstieg die offizielle Welt findet sich auf der Seite des Auswaertigen Amtes. Ansonsten hat die US Botschaft immer recht.

Border USA MexicoNun gut: Zuerst vielleicht nochmal zwei, drei Worte zum Mindest: Die USA sind ein Einwanderungsland. Ja – Aber sie haben nicht gerade auf dich gewartet. Du bist willkommen aber sie schulden dir gar nichts. Nett sein hilft einfach weil es sind an der Grenze auch nur Menschen.

Wir gehen davon aus, dass wir als Tourist einreisen wollen. Alles andere ist mit massig Aufwand verbunden. Touristen sind Menschen die (im wesentlichen)

  • nicht Arbeiten, also auch kein Geld verdienen (ohne dem Wort eigentlich)
  • nicht gekommen sind um zu bleiben.
  • es ist klar wie man das Land wieder verlaesst (Flug, Schiff, Auto)

und das darf man dann in den USA relativ lange sein: 90 Tage sind es bis man wieder nach Hause gehen muss (lustige Tricks mit einer Uebernachtung in Kanada kennen die Jungs auch – sie setzen sich den Hut ja auch nicht dem Baukranauf)

Als Deutscher hat manes daher als Tourist relativ einfach:

  1. Gueltiger Reisepass
    Der Reisepass muss maschinenlesbar sein (also den Chip haben). Sprich er muss das Verbrecherfoto haben und die Fingerabdruecke muessen auch auf dem Chip hinterlegt sein (dies ist nach deutschem Recht eine Kann-Option, aber nicht fuer die Einreise). Jegliche Uebergangsfristen fuer die alten Paesse duerften mittlerweile abgelaufen sein.
    Sollte der Chip kaputt sein so ist das das Problem des Einreisenden, nicht des Grenzbeamten.
  2. Visa Waiver
    Als Tourist muss man sich als Tourist im Rahmen des US Visa Waivers Programs vorab anmelden. Am besten bezahlt man die 14 Dollar mit einer Kreditkarte. Ueberweisung geht auch, dauert aber laenger.
    Der Visa Waiver muss mindestens 72 Stunden vor Abflug abgeschickt worden sein.
    Hinweis: Auch wenn ueberall steht man braucht es nicht auszudrucken. Druck es aus. An den Bars in  NYC hoert man allerhand und so ein Ausdruck kann dann durchaus helfen.
  3. Am Abflugflughafen
    Am Abflughafen kommen zusaetzlich zum normalen Spass wenn man nach Malle fliegt zwei Dinge hinzu:

    1. Bei Nicht-amerikanischen Fluglinien darf man zu einem Nacktscanner (Neusprech veruscht den Begriff ja gerade umzudeuten).
      Endlich macht sich die Kohle vom Fittnessstudio bezahlt. 😛 – Nein der Beamte bekommt nur noch ein ok/nicht ok angezeigt. Was bei einem nicht ok passiert weiss ich nicht. Ggf. schliesst sich eine Durchsuchung des Handgepaecks an (wie inner Disco) und/oder die Beweisfuehrung dass die Elektrogeraete funktionieren. Also nicht in der Warteschlange am Checkin leerspielen!
    2. Am Gate werden noch ein Mal die Identitaet ueberprueft. Pass und Ticket bereithalten. Es werden noch kleinere Fragen gestellt. Dabei immer im Hinterkopf behalten: Sie wollen hoeren dass es das persoenliche Handgepaeck ist, man wurde nicht angesprochen und man hat es niemals nicht aus den Augen gelassen
  4. Im Flugzeug
    Die gruenen/weissen Visa-Formulare sind Geschichte. Es wird im Flugzeug eine Zollanmeldung ausgeteilt. Sie existiert in Englisch und Deutsch – also durchaus nach der Version in der Muttersprache fragen. Die Fragen sind nicht sonderlich schwer. Wichtig ist es, die erste Adresse kennt zu der man will. Also das Hotel, die Freunde oder whatever.
    Wenn man sich verschrieben hat einfach ein neues Formular holen und nicht rumstreichen.
  5. Ankunft in den USA – Border Control (Grenzkontrolle)
    Der Kollege dort bekommt das Zollformular und den Reisepass. Er wird nur Englisch sprechen. Er wird keine philosophische Diskussion vom Zaun brechen aber man sollte die Englischbroken aus der Schule am Start haben. Wesentliche Fragen die man ohne Stottern beantworten sollte. Immer ehrlich, immer praezise aber keine Romane.

    1. Was ist der Grund der Reise? Pleasure
    2. Wie lange bleibt man in den USA/Wann reist man zurueck?
    3. Wo werden sie uebernachten? Strassennamen kennen, Hotelname, Verhaeltnis zu dem, den man besucht
    4. Wollen sie in den USA arbeiten? Dummbeutelfrage. Ein klares und kurzes No reicht.

    Das Zollformular mitnehmen und Gepaeck einsammeln wie immer am Flughafen. Man erhaelt auch kein I-94 Formular mehr. Das erledigt jetzt der Stempel im Reisepass und ein elektronisches System.

  6. Ankunft in den USA – Customs (Zoll)
    1. Wie auch sonst auf der Welt gibt es einen gruenen und roten Kanal. Mit den Koffern dort hin und das Zollformular und Reisepass dort abgeben. Den Reisepass erhaelt man zurueck. Das Zollformular bleibt dort.
    2. Auf Details wie was man einfuehren darf gehe ich jetzt hier nicht gross ein. Waesche und Klamotten sind ok, Grob fragt ja auch der Zettel schon was problematisch ist. Und wenn man sich eh schon mit dem Gedanken schwanger traegt: Ja dann ist es vrmtl. anmeldepflichtig.

Hope that helps

 

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